An animation of a scale

Das Netzwerk der Gesetze

Mithilfe der Methodik der institutionellen Ethnographie (IE) analysierten wir die relevanten Gesetze und Richtlinien, die die Umsetzung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, insbesondere an Universitäten, unterstützen. Durch diese Analyse konnten wir die Beziehungen zwischen Gesetzen auf verschiedenen Ebenen identifizieren, darunter internationale, bundesstaatliche und staatliche Vorschriften.

Die folgende Grafik veranschaulicht das Netzwerk dieser Gesetze. Die orangefarbenen Pfeile zeigen an, wie ein Gesetz ein anderes beeinflusst oder mit ihm interagiert, und unterstreichen so ihre miteinander verbundene Rolle bei der Gestaltung integrativer Praktiken in der Hochschulbildung.

image of a hammer
UN-BRK / CRPD
SGB IX​
BGG 2022​
GG
IGG-NRW
HG-NRW​
BGG-NRW​
LBO-NRW
International Bundesebene Landesebene

Bewegen Sie den Mauszeiger über eine Box, um ihre Verbindungen anzuzeigen!

Klicken Sie auf den gelben Hintergrund, um alle Verbindungen anzuzeigen

Theorie: Ethnographie der Infrastruktur

Ein Werkzeug oder Hilfsmittel kann als Teil der Praxis für bestimmte Menschen gesehen werden und ist mit bestimmten Aktivitäten verbunden. "Infrastruktur" bedeutet "etwas, das für Menschen in der Praxis entsteht, verbunden mit Aktivitäten und Strukturen" (Star & Ruhleder 1995, S. 4). Die Ethnographie der Infrastruktur beinhaltet auch die Frage, inwieweit eine Infrastruktur nicht bestimmten Gruppen dient. Türen dienen beispielsweise dazu, die Sicherheit des Gebäudes zu gewährleisten.

Methodik: Institutionelle Ethnographie

Die Institutionelle Ethnographie (IE) ist eine kritische Theorie und Methodologie, die sich auf den Alltag der Menschen konzentriert und untersucht, wie dieser durch institutionelle Strukturen organisiert und koordiniert wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Analyse von Erfahrungen innerhalb institutioneller Rahmenbedingungen sowie den Mechanismen, durch die der Alltag der Individuen strukturiert wird. Ein zentraler Aspekt der IE ist die Betrachtung von Texten als aktive Mittel der Institutionalisierung des Lebens. Texte - wie Richtlinien, Protokolle oder Gesetze - werden dabei nicht nur als Dokumente, sondern als Werkzeuge verstanden, die soziale Prozesse gestalten und steuern.